Historie

Hier finden Sie eine Historie der Carl Weber & Co. GmbH von 1850 bis heute.

Carlo Weber
Carl David Weber ist am 17 April 1824 in Bielefeld geboren und lebte bis zum 21. Juli 1907. Seit dem 9. Juli 1850 war er mit Marianne Elenore, geborene Niemann, verheiratet, mit welcher er fünf Kinder hatte:
Anna Weber (*1851 - ✝1873)
Herta (*1853 - ✝???)
Alwine (*1855 - ✝1936)
Carl Weber (*1858 - ✝1923)
Elenore (*1861 - ✝1948)
1850 zog Carl David Weber von Bielefeld nach Oerlinghausen, um dort Leinenhandel zu betreiben.
Im gleichen Jahr wurde das Haus Detmolder Straße 10 gekauft und umgebaut. Es wurde von Herrn Assesor Meyer erworben, welcher wiederum es 1838/39 als Neuwohnstätte erbaut hatte.
Carl David Weber hat bis 1853 seine Leinengeschäfte gänzlich von Bielefeld nach Oerlinghausen verlegt.
Das Haus Detmolder Straße 6 hat Carl David Weber 1869 gekauft. Von 1866 bis zum Jahr des Kaufs durch Carl David Weber war in dem Gebäude die Post von Oerlinghausen untergebracht. Von 1869 an beherbergte es die Leinenschneiderei, die Leinenabnahme und den Versandraum. Die Gebäude der Detmolder Straße 6 und 10 sind 1923 bei einem vollständigen Umbau miteinander verbunden worden.
U.a. stiftete Carl David Weber ein Krankenhaus in Oerlinghausen, das "Mariannenstift", in Erinnerung an seine verstorbene Ehefrau Marianne.
Die Müllerburg
Bruno Müller heirate 1876 Alwine Weber, die dritte Tochter von Carl David Weber. Etwa um 1875 nahm dieser seinen Schwiegersohn als Teilhaber in die Firma auf.
Bruno Müller lebte mit seiner Familie in der Detmolder Straße 22. 1890 ließen sie ein prächtiges Haus im gotischen Stil bauen: Die "Müllerburg".
Bruno und Alwine Müller hatten 6 Kinder.
Carl Weber
Carl Weber, in der Familie Carlo genannt, war der einzige Sohn von Carl David Weber. Nach seiner Rückkehr von langen Auslandsreisen im wurde er 1883 Teilhaber der Firma.
Sein Heim in der Detmolder Straße 4 (Weber-Villa) ließ er 1885 bauen und 1897/98 um ein Stockwerk erweitern.
Carl Webers Ehe mit Emily Brassert blieb kinderlos.
Der Weberpark ist nach seinen Angaben gestaltet worden.
Die Söhne von Bruno Müller, Georg und Richard Müller, traten nach 1900 beide in die Firma ein. Sie hatten sowohl Hochschulen wie auch Webschulen besucht und brachten neue Ideen ins Unternehmen. 1903 begannen sie mit dem Bau der mechanischen Weberei (jetzt Firma Oetker), in welcher neben Leinen auch Halbleinen hergestellt werden sollten.
Die neuen Ideen sollten sich bewähren. In Oerlinghausen fanden durch die Errichtung der Weberei vermehrt hiesige Arbeitskräfte Beschäftigung.
1907 starb Carl David Weber. Seine Enkelin Marianne Weber schrieb in dem Buch "Max Weber" über ihren Vater:
"Der Partiarch Karl Weber in Oerlinghausen, Begründer der Leinenfirma, schließt seine Augen hochbetagt. Weisheit des Alters hat den herrschgewohnten Mann längst milde und gütig gemacht, daß sich alle Scheu vor ihm in Liebe wandelte. Er hat die Kinder großzügig an seinem Wohlstand teilnehmen lassen."
1912 wurden u.a. die Tischzeugweberei Elmendorf in Isselhorst, eine Spinnerei in Hattorf und die Friedrich-Wilhelms-Bleiche in Quelle bei Brackwede der Carl Weber & Co. GmbH angegliedert und es wurden weitere Betriebe in Berlin, Hannover und Wustrow gegründet. Hauptsitz blieb weiterhin Oerlinghausen.
Die Inhaber haben hart dafür gearbeitet, dass das Unternehmen die Nachkriegszeit von zwei Weltkriegen überstanden hat.

Fotogalerie

Weberpark um 1900
Die Weber-Villa um 1900
Die Weber-Villa um 1900